Die Neuvermessung der Welt und die deutsche Außenpolitik

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Die Neuvermessung der Welt und die deutsche Außenpolitik

Robert Kappel und Helmut Reisen

Wie soll sich Deutschland in einer neu vermessenen Welt mit den stärker werdenden Akteuren China und Indien aufstellen? Die Volksrepublik China betreibt nun eine selbstbewusste globale Finanzdiplomatie. Was bedeutet das für die strategische Ausrichtung der deutschen Außenpolitik im Spannungsfeld zwischen der transatlantischen Bindung und den international immer selbstbewusster agierenden neuen Mächten?

Lesen Sie den ganzen GIGA-Focus im pdf-file (siehe oben).

 

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Ein Gedanke zu „Die Neuvermessung der Welt und die deutsche Außenpolitik“

  1. Ich stimme mit vielem überein, würde aber an einer Stelle widersprechen bzw. anders argumentieren: Am Anfrang bzw. auf S. 2 ist vom relativen Niedergang der USA die Rede. Deren Kohäsionskraft habe nachgelassen, insbes. in Afrika und im Nahen Osten. Die Regierung Obama könne weder den Terrorismus wirksam bekämpfen, noch [kein Komma] die widerstreitenden Führungsansprüche im Nahen und Mittleren Osten eindämmen.

    Auch in der Vergangenheit (Vietnam, Afghanistan, Irak etc.) – also zu den Zeiten, in denen ihre wirtschaftliche und militärische Macht weniger bezweifelt wurde – waren die USA militärisch nicht besonders erfolgreich bzw. sind mehr oder minder krachend gescheitert. Welcher einzelne Staat wäre angesichts der Struktur des „neuen“ Terrorismus dazu in der Lage, diesen wirksam einzudämmen? Immerhin haben die USA einen weiteren terroristischen Angriff auf ihrem Staatsgebiet verhindern können. Die USA machen unter Obama das einzig richtige: Sie fahren ihr weltweites militärisches Engagement zurück, um sich nach den kostspieligen Eskapaden seit 2001 wieder auf die Erholung der eigenen Wirtschaft zu konzentrieren. Dabei sind sie nicht durchgängig erfolgreich (Außenhandelsdefizit), sind aber dennoch gerade dabei, die eigene Wirtschaft massiv zu restrukturieren. Mittels der Schiefergas-Revolution werden energieintensive Industrien wieder angesiedelt (Reindustrialisierung) und eine weitgehende Energieautonomie realisiert. Außerdem planen die USA, den Export von Flüssiggas dramatisch zu steigern. Warum sollten Sie unter diesen geänderten Bedingungen im Nahen Osten oder in Afrika an ihrer „Kohäsionskraft“ arbeiten, in Regionen, in denen die Probleme so verfahren sind, dass über Jahrzehnte keine durchgreifenden Verbesserungen zu erzielen waren und von deren Erdöl und Erdgas sie nicht länger direkt abhängig sind? Gleichzeitig bestreitet niemand die ungebrochene militärtechnologische Überlegenheit (Cyberwar, Drohnenkrieg, robotic warfare, Internet-Überwachung, military space technology) der USA, die sie sorgsam hegen, pflegen und ausbauen. Zudem bleiben sie der einzige Staat der Welt, der weiter dazu in der Lage ist, innerhalb kurzer Zeit in zwei unterschiedlichen Teilen der Welt massiv konventionell militärisch zu intervenieren – davon sind alle anderen Akteure noch meilenweit entfernt. Und mit TTP und TTIP (so sie denn realisiert werden können) agieren sie in der internationalen Handelspolitik als die „Spinne im neuen Netz“, ohne China und Indien. In sum: Don´t write them off so easily …

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