Der Renminbi im Zweiten Kalten Krieg der Presse

Die geringfügige Abwertung des Renminbi Mitte August 2015 hat die konservative Presse des Westens zu unsachlichen, ja gehässigen, Titeln veranlasst. Die FAZ beschimpfte Chinas obersten Notenbanker Zhou Xiaochuan als „Pekings Abwertungsbeamter“[1]. Das Wall Street Journal lieferte am selben Tag einen Blogbeitrag des vielbeachteten Wirtschaftsjournalisten Greg Ip mit dem Titel „China Fires the First Shot in a Currency War“[2]. Rolf Langhammer darf auf einer ganzen FAZ-Seite konstatieren: „China exportiert seine Probleme“[3].

Ach so?

Lesen Sie Helmut Reisens Wertung hier Der Renminbi im Zweiten Kalten Krieg Yuan vs Yen

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Yuan-Abwertung birgt künftige Wachstumserholung Chinas

Nach der gestrigen Yuan-Abwertung sprangen die panische Finanzmärkte und Marktbeobachter sofort zu zwei ´Schlussfolgerungen´:

  • Zwar machte Chinas Zentralbank Lippenbekenntnisse zur Flexibilisierung seines Währungsregimes, aber in Wahrheit signalisierte die Abwertung die Panik der chinesischen Machthaber über das zu langsame Wachstum.
  • Die Abwertung würde keine Eintagsfliege bleiben, sondern den Auftakt zu einer längeren Abwertungsphase des Yuan einleiten.

Dementsprechend tauchten die Finanzpreise aller chinalastigen Aktiva – Erdöl, Kupfer, Aktiennotierung der Luxus- und Autobranchen, Schwellenländerwährungen – unter die bereits vorher gedrückten Höhen, als sich die Abwertungsnews verbreiteten.

Marktreaktion und  Medienkommentare waren womöglich kurzsichtig, meint Helmut Reisen: Selbst wenn es richtig ist, dass die Abwertung Wachstumssorgen der Zentralbank reflektiert, ist die Abschmelzung der besonders im letzten Jahr angehäuften Überbewertung des Yuan positiv zu werten. Und zwar nicht zuletzt für Chinas und anderer Schwellenländer künftiges Wachstum, für Rohstoffe, Luxusgüter, Autos und den gesamten Welthandel.

Yuan appreciation BIS eff ER Lesen Sie die Fortsetzung Yuan Abwertung

Gipfel in Ufa – Zwischenbilanz: Kooperation der BRICS gewinnt an Dynamik

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In der russischen Stadt Ufa ist der BRICS-Gipfeltreffen in den zweiten Tag gegangen. Mit dem Forum wird ein weiterer Schritt in Richtung Institutionalisierung der Gruppe gemacht, die über 3 Mrd. Menschen auf dem Planeten repräsentiert.

Eine Zwischenbilanz des Gipfels zieht  Prof. Dr. Robert Kappel, Präsident Emeritus und Senior Research Fellow am German Institute of Global and Area Studies (GIGA).

Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20150709/303170520.html#ixzz3iP2fZiiS

 

Chinas ´New Normal´

Chinas Wirtschaft hat zwei Gänge runtergeschaltet. Und zwar dauerhaft. Das hat die chinesische Regierung bereits Anfang des Jahres dazu veranlasst, die eigene Bevölkerung und den Rest der Welt auf ein moderateres Wirtschaftswachstum von etwa 7% (oder auch weniger) einzustimmen. Staatspräsident Xi Jinping spricht von einen Wachstumspfad des „New Normal“.

Chinas „New Normal“ bedeutet weder einen Einbruch des globalen Wirtschaftswachstums, noch wird dadurch die weitere Ostverschiebung des Gravitätszentrums globalen Wohlstands verlangsamt oder gar aufgehalten.4 Im Gegenteil: Chinas Wirtschaft durchläuft gegenwärtig einen Strukturwandel, der die globale Bedeutung des Landes im Erfolgsfall deutlich stärken wird. Diese Verschiebung wird aber erst sichtbar, wenn man nicht mehr ausschließlich durch die Brille des Bruttosozialprodukts und des Handels blickt. Für den Rest der Welt entstehen Herausforderungen, vor allem aber Chancen.

Lesen Sie die Fortsetzung hier Bonschab_Chinas New Normal