Eisodus: Deutschland – das gelobte Land

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Kein Auszug (Exodus) ohne Einzug (Eisodus). Deutschland ist derzeit das gelobte Land für Millionen Flüchtlinge. Es erlebt einen so gigantischen Eisodus, dass viele die Herausforderungen der Unterbringung, Integration und Beschäftigung für größer halten als anlässlich der deutschen Wiedervereinigung. Der Streit über das Für und Wider der Großzügigkeit, mit der viele Deutsche und die Bundeskanzlerin („Wir schaffen das!“)  die Migranten (zunächst) aufgenommen haben, hat tiefe Spaltungen auch innerhalb der einzelnen politischen Parteien und Strömungen erzeugt. Vertrauen in Deutschlands Integrationskraft und diffuse, vielfältige Ängste stehen sich unversöhnlich gegenüber. Können Volkswirte jenseits des Pawlow-artigen Populismus deutscher Mainstream-Ökonomen („Mindestlöhne aufheben!“; „Rentenalter erhöhen!“; „Putzhilfen lassen sich leichter finden“ und dergleichen) auch  hilfreiche Beiträge zur „Flutung“ (Rüdiger Safranski; Botho Strauß) Deutschlands liefern?

Er ist zwar kein Migrationsexperte, aber dem Entwicklungsökonomen Helmut Reisen stellen sich einige Fragen:

  • Was sind die Erträge des Flüchtlingszustroms für Deutschland? Sind diese irgendwann begrenzt oder negativ? Was bedeutet der Exodus für die Herkunftsländer?
  • Lässt sich der Eisodus begrenzen? Kann Deutschland eine homogene Insel mit nationaler Identität bleiben in einer Welt, auf der geografische Distanzen durch weltumspannende Kommunikationsnetze, die Verflechtung von Konflikten und die Mobilität der Menschen an Bedeutung verlieren?
  • Was bedeutet die Völkerwanderung für die Entwicklungszusammenarbeit? Welche kurzfristigen und strategischen Lösungen bieten sich an?

Die Antworten (und der ganze Beitrag) von Helmut Reisen finden sich im beigefügten pdf:.Eisodus pdf

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Veröffentlicht von

weltneuvermessung

Helmut Reisen ist ein international anerkannter Experte zu Schwellenländern, Entwicklungsfinanzierung und Währungspolitik. Der langjährige Forschungsdirektor des OECD-Entwicklungszentrums (bis September 2012) ist emiritierter Titularprofessor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel und Assoziierter Wissenschaftler am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Bonn.

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