Study: „Starting Points for a National Employment Strategy for Tunisia“

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Starting Points for a National Employment Strategy for Tunisia

Hans-Heinrich Bass, Robert Kappel and Karl Wohlmuth

Tunis, April 2017.

download study: http://library.fes.de/pdf-files/iez/13336.pdf

Economic problems and social injustices triggered the 2011 revolution in Tunisia. Much has happened in Tunisia since then; the democratic development of the country has reaped praise worldwide. However, efforts towards economic reform have so far been scant. The young Tunisians, especially in the interior of the country, are still awaiting an economic and social »dividend« from the democratic revolution. If there is not a new impetus from employment policy, the political process in Tunisia is in danger of faltering.
The best way to achieve social justice and societal stability over the long term is through decent, dignified and adequately remunerated work. Tunisia is characterised by underemployment, while the proportion of jobs that are precarious has been skyrocketing for some time. Many graduates of schools of higher learning and people with vocational degrees are no longer finding adequate jobs, while many others are working in the steadily growing informal sector. For this reason, Tunisia urgently needs a new industrial policy and a broad, all-embracing national employment strategy.
There are conceivable ways out of Tunisia’s job crisis. An effective employment policy presupposes a strengthening of the private business sector, especially through the promotion of small and medium-scale enterprises. Beyond this, new forms of integration of the Tunisian economy into regional and global value chains need to be instituted. It is only through reindustrialisation along a broad front that the jobs needed can be created and safeguarded on a sustainable basis.
further reading:
Kappel, Robert / Pfeiffer, Birte / Reisen, Helmut (2017): Compact with Africa. Fostering Private Long-term Investment in Africa, Bonn: GDI Discussion Paper.
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Im Westen was Neues: Müllers Marshallplan für Afrika, leider ohne China

Autoren: Dirk Betke und Thomas Bonschab

Marshall

Vollständiger Text: Download hier: Muellers_Marschallplan_db_tb

Selten kam die turnusmäßige Neuerfindung der deutschen Afrikastrategie passender als in diesem Jahr. 2017 ist das Afrikajahr in Deutschland und Afrika das Schwerpunktthema der deutschen G20-Prasidentschaft. Alle Welt hat nicht nur wegen der Flüchtlingskrise verstanden, dass globaler Friede und Wohlstand ohne Afrika nicht zu haben sind. Vielleicht kommt ja aus dem innovationsgetriebenen Deutschland der zündende Impuls, der ‚große Wurf‘?

BMZ-Minister Gerd Müller hat diese Herausforderung angenommen und in seinem Haus einen neuen Marschallplan für Afrika ausarbeiten lassen. Der Name „Marschallplan“ verspricht großes. Keine Entwicklungshilfe und Kleinprojekte, sondern flächendeckende Wirtschaftsförderung. Und tatsächlich ringt der Ansatz darum, entwicklungspolitische Glaubensbekenntnisse zur Seite zu legen und die Themen Arbeit, Einkommen und Absatzmärkte für afrikanische Unternehmen ernsthaft anzugehen.

Der Plan ist zwar noch nicht so recht in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen, aber in den relevanten Ministerien, Wissenschaft und EZ-Einrichtungen dampfen bereits die Köpfe. Vor allem zwei Punkte werden kritisiert. Erstens, dass eine Vogelperspektive auf Afrika keine Differenzierung zwischen solchen Ländern erlaubt, in denen wirtschaftliches Potenzial besteht, an das man anknüpfen kann, und andere Länder, in denen das eben nicht gewährleistet ist. Zweitens, dass es sich, wie der Name schon verspricht, eigentlich um eine konzertierte Aktion zumindest der Bundesregierung handeln sollte, wenn nicht der internationalen Gemeinde insgesamt. Die erste Kritik dürfte das BMZ nicht sonderlich schmerzen. Es agiert nun einmal als Entwicklungsministerium, in deren DNA die Überzeugung steckt, dass niemand zurückgelassen werden darf und alle mit an Bord genommen werden müssen. Die zweite Kritik verweist hingegen eigentlich auf eine Stärke, nicht auf eine Schwäche. Der Marshallplan provoziert gerade deshalb in erfrischender Weise, weil er aus einem Ministerium kommt, das in der Ressortkoordination nicht die Federführung hat und damit die Bundesregierung zu einem beherzteren Vorgehen treiben kann.

In diesem Beitrag soll es aber nicht um eine tiefere Auseinandersetzung mit diesen Kritikpunkten gehen. Der Blick soll hier vielmehr auf einen anderen Aspekt gerichtet werden: die mangelnde Verzahnung mit einem der wichtigsten außenwirtschaftlichen Akteuren in Afrika, nämlich China.

Die beiden Autoren haben längere Zeit in Afrika und China gearbeitet, dort auch Projekte im Auftrag des BMZ umgesetzt und sich mit dem Thema China und Afrika im Rahmen ihrer Aufträge beschäftigt. Aus dieser Perspektive ist vor allem eines auffällig am Marshallplan des BMZ: eine Reflexion über die Rolle Chinas in Afrika fehlt. Überhaupt lässt sich kaum erkennen, dass sich die Entwicklungslandschaft in einem fundamentalen Umbruch befindet und neue Akteure mitreden. China mag für Afrika der wichtigste neue Akteur sein, aber daneben stehen noch Indien, Brasilien, Südafrika. Alle vertreten in der G20.

Warum China und Afrika?

Die Vernachlässigung der neuen Akteure ist insofern etwas überraschend als Bundesminister Müller bereits während seiner Zeit als Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium (damals auch noch zuständig für den Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) stets die Auseinandersetzung vor allem mit China suchte und auch in seiner neuen Rolle die Tür öffnen möchte für einen Wiedereinstieg in den bilateralen Dialog zur Entwicklungszusammenarbeit mit China. Eine Tür, die sein Vorgänger Niebel geschlossen hatte. Vielleicht fehlen inzwischen auch einfach nur die Erfahrungsträger auf der Arbeitsebene im Ministerium.

Chinas entwicklungspolitische Wirkungen in Afrika sind unübersehbar, sie werden von afrikanischen Regierungen ebenso hochgeschätzt wie von der Bevölkerung. Niemand sollte deswegen die Fehlentwicklungen und negativen Folgen chinesischer Afrikapolitik verschweigen. Aber China hat sich besonders auf einem Feld ausgezeichnet, das ein Kernelement in Müllers Plan bildet: dem raschen Aus- und Aufbau afrikanischer Infrastruktur, mit positiven Impulsen und Wirkungen für die Ökonomien dieser Länder.

Wenn Deutschland, wie im Marschallplan zentral postuliert, ernsthaft dazu beitragen will, in einer konzertierten Aktion den Aufschwung der Wirtschaft Afrikas zu beschleunigen, dann ist die Zusammenarbeit Deutschlands mit China und Afrika schwer zu umgehen. Der vom BMZ vorgeschlagene Marshallplan hat letztlich eine große Nähe zum chinesischen Vorgehen, das ‚going out‘ der eigenen Unternehmen zu begleiten.

Ein Blick auf die Seidenstraßen-Strategie der chinesischen Regierung – „One Belt, One Road“ – kann daher hilfreich sein. Die wirtschaftlichen Interessen chinesischer Unternehmen werden in dieser Politik erheblich gefördert: durch Finanzierungsprogramme, spielentscheidende administrative Erleichterungen und andere Marktzugänge. Kaum ein chinesisches Unternehmen, das nicht auf diesen Zug aufspringen will. Das kommt einem zeitgemäßen Marshallplan wahrscheinlich ziemlich nahe. Zur Erinnerung: Es handelt sich um genau das Vorgehen, das die etablierte Gebergemeinschaft China immer vorgeworfen hat.

Deutsche Entwicklungsökonomen sind an dieser Stelle aus ordnungspolitischen Gründen daher in der Regel alarmiert. Aber dieser Widerstand wackelt gerade an zwei Punkten: an der ohnehin stattfindenden industriepolitischen Debatte, wie man mit dem Technologieaufkäufer China umgehen soll. Und eben an der Marshallplan-Initiative aus dem BMZ, die aus guten Gründen das entwicklungspolitische Vorgehen aufrütteln und näher an die Wirtschaftspolitik bringen will.

Wie kann ein Dialog mit China aussehen?

Die Zusammenarbeit mit China dürfte wohl auf absehbare Zeit für beide Seiten eine Zweckgemeinschaft bleiben. Das ist auch in Politikfeldern außerhalb der Entwicklungszusammenarbeit nicht anders. Wie kann eine Zusammenarbeit im Sinne des Marshallplans aussehen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Hier einige Anregungen:

  1. Voraussetzung: Die deutsche Seite sollte die Bereitschaft zeigen, ihre Zugehörigkeit zur OECD-DAC-Gruppe flexibel auszulegen. China ist, das hat die Praxis gezeigt, ohnehin nicht bereit, sich in das Regelwerk der OECD-Gebergemeinschaft zwängen zu lassen. Es muss also einen Sonderweg geben, der der reservierten OECD-Community von der Bundesregierung zu vermitteln ist. Aber Hand aufs Herz, das normative OECD-Regelwerk ist ohnehin reformbedürftig.
  2. Gebietskörperschaften: vergessene, doch unverzichtbare institutionelle Akteure für die Wirtschaftsentwicklung in Afrika. Der Marshallplan nennt als zentrale Akteure den Staat, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft. Im toten Winkel hingegen befindet sich eine Akteursgruppe, die für den nachhaltigen Aufbau der Wirtschaft Afrikas in der Kooperation mit Privatwirtschaft und Staat eine immens wichtige Rolle spielen. Es geht um die subnationalen, dezentral verfassten Gebietskörperschaften, die Regionen, Distrikte/Landkreise, Kommunen. Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass diesen Institutionen eine Schlüsselrolle in der Wirtschaftsförderung zukommt. China hat es, wie kaum ein anderes Flächenland der Welt, verstanden, bei der nachholenden Wirtschaftsentwicklung zur Erreichung zentralstaatlicher Ziele in seinen Provinzen das Instrumentarium regionaler Wirtschaftsförderung geschickt einzusetzen. Eine innovative Kooperation von afrikanischen mit deutschen Regionen und chinesischen Provinzen bei der (regionalen) Wirtschaftsförderung könnte ein Erfolgsmodell werden.
  3. Unternehmerplattformen: Tiefer Wunsch des Marshallplans ist es, die unternehmerischen Potenziale in Afrika besser auszuschöpfen und eine Einbettung in internationale Wertschöpfungsketten zu ermöglichen. Das ist nur teilweise das Spielfeld von Großkonzernen, vor allem aber von innovativen Mittel- und Kleinunternehmen. Hier kann eine wirtschaftspolitische Förderung von gemeinschaftlichen Initiativen aus afrikanischen Ländern, China und Deutschland Akzente setzen für innovative Geschäftsmodelle, für rechtliche und geschäftliche Beratung.
  4. Jenseits der EZ: Frieden und Sicherheit tragen entscheidend zur wirtschaftlichen Dynamik, zu Beschäftigung und Entwicklung bei. Insbesondere in Post-Konflikt-Ländern Afrikas zunehmend nachgefragt ist eine Verzahnung beim Aufbau militärischer und ziviler Kapazitäten. Auch hier eröffnen sich Kooperationsmöglichkeiten: China wurde 2016 zum wichtigsten Personalentsender und zweitgrößten Financier von UN-Friedensmissionen unter den ständigen Mitgliedern im Sicherheitsrat. Es engagiert sich wie auch Deutschland bei der Unterstützung der MINUSMA in Mali, in deren Rahmen die militärisch-zivile Kooperation eine Schlüsselrolle spielen wird.

Das BMZ ist mit seinen Überlegungen zu einem Marshallplan für Afrika aus seinem klassischen entwicklungspolitischen Denken herausgetreten und hat Bewegung in den Diskurs um die Afrikapolitik gebracht. Die Debatte eröffnet Möglichkeiten, in Deutschland zu einem kohärenten Konzept und lösungsorientierter Ressortkoordination zu kommen und auf dieser Basis die G20 von der Notwendigkeit konzertierten Handelns in Afrika zu überzeugen.

Compact with Africa: Fostering Private Long-Term Investment

DSC02487.JPGT20 Blog of German Development Institute, Bonn

link to original blog contribution: http://blog.t20germany.org/2017/02/09/compact-with-africa-fostering-private-long-term-investment/

Birte Pfeiffer, Helmut Reisen and Robert Kappel

The German G20 Presidency puts the spotlight on Africa’s economic development. In its ´Compact with Africa´, the German G20 Presidency, jointly with the African partners, wants to encourage institutional investment by pension funds and life insurers in infrastructure to encourage corporate direct investment. The objective of the “Compact with Africa” is to boost growth and jobs, promote inclusion and give people economic opportunities at home so that they do not have to leave their home country to seek subsistence elsewhere.

Foreign direct investment (FDI), building on institutional infrastructure investment, can foster structural transformation with employment creation. The G20 should help make private investment in Africa more attractive by making it more secure, and reducing the barriers to investment. How can the G20 move forward? The G20 should engage in a coordinated dialogue with the regulatory authorities and the Financial Stability Board to remove supply-side barriers to higher institutional investment in infrastructure. Host-country conditions in the poorest African countries, however, do not lend themselves easily to institutional investment, even with strong blending support by development finance institutions.

Both institutional investments by pension funds, life insurers, as well as corporate FDI can benefit Africa. Institutional investors enjoy long-term liabilities in their balance sheets, essential to fund Africa´s infrastructure, a central growth prerequisite for the continent. FDI, in turn, requires modern infrastructure, especially energy and connectivity, to fully deploy its external benefits. FDI can entail spillovers for the modernization of production capacity; knowledge transfer; integration into global and regional value chains; as well as employment for the jobless.

Fill Africa’s infrastructure funding gap

To fill Africa´s annual infrastructure funding gap of $50 billion[1], one percent of new institutional investment by pension funds, life insurance companies and sovereign wealth funds would need to be invested in Africa´s infrastructure every year. Yet, despite the longstanding policy focus of G8 and G20 leaders, private institutional investment still plays a minority role in funding Africa´s infrastructure.

Regulatory supply-side barriers and stable profit margins explain why life insurers and pension funds mostly have stayed in the comfort zone of liquid bond and equity markets. Ultimately, encouraging long-term investment of pension funds and life insurers in infrastructure – including in Africa – will need the G20 to engage in a coordinated dialogue with the regulatory authorities and the Financial Stability Board (FSB)—the international body of finance ministers, central bankers, and other agencies established in 2009 after the global financial crisis.

G20 should envisage a prominent role for private institutional investors once barriers are removed

Most African countries remain poor, have immature domestic financial markets, and have recently featured deteriorating scores of safety and rule of law. This holds particularly in those low-income countries, such as in the Sahel Zone, where present demographic and future migration pressures remain extremely high. Common infrastructure project risks (completion, performance, revenue, financing, maintenance and operation risks) weigh also particularly in low-income Africa. In low-income Africa, a prominent role of private institutional investors should be envisaged only once the discussed host-country barriers have been largely removed.

Despite policy efforts to mobilize private finance through official development finance interventions, they so far have represented a small fraction of the flows directed to low-income Africa. The central dilemma: low domestic savings, weak government finances and a low debt tolerance militate against forcing foreign private debt and contingent fiscal liabilities upon low-income African countries where infrastructure deficits are most blatant. Grants, remittances and FDI equity finance should be preferred over debt-creating finance as the International Monetary Fund’s (IMF) debt sustainability assessments have deteriorated in a number of Africa´s countries, not least due to public infrastructure commitments.

Integration in value chains foster absorption of technology and promote inclusive growth

FDI inflows produce important effects which go beyond spillovers to domestic firms. They are contributing to structural change, but the effects of different FDI inflows vary (FDI in resource-driven countries vs. consumer-market oriented industries). The shift of FDI to consumer-sectors has created jobs, mainly low-skilled.[2] Some middle-income African countries have managed to enter global value chains. Generally, a stronger integration of African countries into global value chains may foster the absorption of technology and build skills, and promote inclusive growth. But so far the transfer of technology and spillover effects are still limited.

FDI in manufacturing, construction, trade services, in transport, ICT etc. have experienced growing employment and positive labor productivity growth. This is mainly the case in urban hubs and in sectors which are integrated in global and regional value chains. Generally, stronger integration of African countries into GVCs may foster the absorption of technology and skills from FDI and thereby enhance structural change and promote inclusive growth.

Policy measures which drive structural transformation in Africa

Based on the analysis of trends and the channels that are expected to drive structural transformation in Africa, the following policy measures are key:

Macroeconomic and political stability and attractive general investment conditions are prerequisites for long-term growth. Regulatory quality and a positive overall institutional environment are important in attracting FDI and stimulating domestic enterprises.
Policies that deepen complementarities between FDI and domestic investment should be promoted to ensure sustainable growth. The development of backward linkages and local supply chains depends on creating a favourable investment climate for both local firms and foreign investors. Strong FDI linkages with the domestic economy result in greater diffusion of knowledge, technology, and know-how from foreign investors. An important channel for potential spillovers is the collaboration of foreign investors with local institutions.[3]
Reaping the benefits of global value chain integration depends upon industrial policy reform. Shifting the focus from national industry development to deeper integration into global value chains is essential.[4] African economies can benefit most by specializing in particular segments of a value chain. Governments can foster foreign firms to create linkages with domestic suppliers through tax incentives and local content requirements.
Agglomeration economies can be utilized in cities and industrial clusters.[5] These are important for increasing firm production. Innovative and competitive clusters can be drivers for more FDI. Clusters and networks between enterprises have particular significance for the industrial take-off. Improving job creation in small and medium sized enterprises requires barriers being removed, enabling them to grow, and supporting young people to become entrepreneurs. Start-up programmes, funds for young entrepreneurs, and business services can drive innovation and job creation.
Regional economic integration is essential for Africa to utilize its full growth potential. Many countries profit from stronger intraregional cooperation, connectivity, regional market expansion, all of which makes African markets attractive to local and foreign investors. Intraregional investment in infrastructure will reduce trade and transportation costs, foster competitiveness, and facilitate regional value chains and integration into global value chains as well as technology transfers to local entrepreneurs.
The limited penetration of long-term finance in African markets is of particular concern given the huge long-term investment needs of African economies.

High growth rates and FDI inflows are not necessarily accompanied by a structural transformation towards a modern economy and, in turn, the creation of jobs in industry. Many African economies are still resource dominant, and FDI inflows are mainly resource driven. Some countries have very low FDI inflows and some others started attracting consumer-driven FDI inflows. The recent trend of FDI inflows in the manufacturing sector show that these are more employment intensive and change the African transformation process. They indicate an initial shift in production and employment pattern in some African countries and especially in urban hubs. But some African countries can be trapped in low value-added manufacturing with little positive spillovers and limited employment effects.

See also: Helmut Reisen: Pakt mit Afrika oder Deal für die Allianz?

https://weltneuvermessung.wordpress.com/2017/02/03/pakt-mit-afrika-oder-deal-fuer-die-allianz/

Notes

[1] Kappel, Robert, Birte Pfeiffer and Helmut Reisen (2017), Compact with Africa. Fostering Private-Long-term Investment, Bonn: DIE Discussion Paper.

[2] Bhorat, Haroon & Finn Tarp (2016). Africa’s Lions: Growth Traps and Opportunities for Six African Economies, Washington, D.C.

[3] Deloitte (2016). Foreign Direct Investment and Inclusive Growth. https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/global/Documents/About-Deloitte/gx-dttl-FDI-and-inclusive-growth.pdf; Staritz, Cornelia & Frederick Stacey (2016). Harnessing Foreign Direct Investment for Local Development? Spillovers in Apparel Global Value Chains in Sub-Saharan Africa, Vienna ÖFSE Working Paper 59. http://www.oefse.at/fileadmin/content/Downloads/Publikationen/Workingpaper/WP59_FDI-spillovers-SSA-apparel.pdf.

[4] UNECA & African Union (2014). Dynamic Industrial Policy in Africa, Economic Report on Africa 2014, Addis Ababa. http://www.uneca.org/sites/default/files/PublicationFiles/final_era2014_march25_en.pdf.

[5] AfDB, OECD & UNEP, (2016). African Outlook 2016. Sustainable Cities and Structural Transformation, Paris.

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